Flinsberg

Das Wetter bot alles – von Hagel über Gewitter bis zu strahlendem Sonnenschein mit frühlingshaften Temperaturen, und die wunderschöne Natur wurde zu zahlreichen Spaziergängen genutzt. Die seit einem Jahr bestehende Seilbahn zur höchsten Erhebung des Isergebirges wurde ausprobiert, doch leider konnten sich auf dem Gipfel nur Skiläufer gut bewegen, denn die Wege waren noch stark vereist und sehr glatt.

Ein zweistündiger Spaziergang mit Barbara, der Chefin des Hotels, führte uns durch die Innenstadt von Bad Flinsberg. Wir bekamen die 80 m lange Wandelhalle mit dem wundschönen Tonnendach aus geschnitztem Holz zu sehen, viele sehr alte und bestens restaurierte Patrizierhäuser, sowie das Radonhaus – eine seit dem 18. Jahrhundert sehr beliebte Heilstätte. Eine Kuriosität ist die Kirche, die mit einem sehr modernen Anbau die Größe im Inneren verdoppelt hat. Von außen hässlich, aber von innen ausgesprochen spannend und interessant.

 

Ein nachmittäglicher Bus-Ausflug bei strahlendem Sonnenschein in das nur 50 km entfernte Hirschberg führte durch wunderschöne Wälder und gab uns einen kleinen Einblick ins polnische Stadtleben.

Bad Flinsberg und besonders das Hotel Berliner hat eine lange und bewegte Vergangenheit hinter sich, und erst durch zwei ausführliche Filmabende im Hotel wurde uns die Bedeutung Bad Flinsberg als Kurort in den letzten 200 Jahren sowie die wechselvolle Geschichte Polens näher gebracht.

Wir haben uns an diesem kleinen Ort in dieser Woche so wohl gefühlt, dass sicher die ein oder andere zu einer „richtigen“ Kur hierher zurückkommen wird.

 

Karin Bentschneider – 8.4.2010